Wir fördern vor Ort vorhandene Initiativen darin, eine agroforstbasierte Landwirtschaft erfolgreich und dauerhaft zu etablieren, und zwar unmittelbar bei der praktischen Umsetzung auf den Feldern durch regelmäßige Reisen in die Projektgebiete. Zudem beraten und unterstützen wir bei der Anschaffung von geeigneten technischen Hilfsmitteln und Geräten. Für eine erste Einschätzung eines Projektvorhabens gibt es unseren Fragenkatalog.
Zielgruppen der Förderung sind (klein-)bäuerliche und genossenschaftliche Strukturen sowie einzelne Betriebe, Ausbildungseinrichtungen, Schulen und Familien, die innovative Ansätze in der Landwirtschaft aufgreifen und weiterentwickeln wollen. Die Projektvorhaben können sowohl den landwirtschaftlichen Anbau selbst als auch die Weiterverarbeitung sowie allgemein die Herstellung von Produkten betreffen. Dabei sind wirtschaftlich tragfähige Wertschöpfungsketten sowie eine ökologisch orientierte Landnutzung und agroforstwirtschaftliche Anbauverfahren wesentliche Aspekte für eine Förderung.
Ein Projekt kann noch so gut durchdacht und das Konzept schlüssig sein. Erst wenn die betroffenen Menschen vor Ort die Ideen und Anregungen aufgreifen und davon überzeugt sind, entsteht eine Dynamik, die Entwicklungen anstößt und am Laufen hält. Engagierte und gegenüber Neuem aufgeschlossene Menschen sind unseres Erachtens in der Projektarbeit weitaus wichtiger als schön formulierte Anträge und Berichte. Dabei legen wir Wert auf eine zeitnahe, regelmäßige und sachbezogene Kommunikation und den Gedankenaustausch zu wichtigen Fragen.
Bei vielen Projekten sind erste Investitionen oder eine Anschubfinanzierung erforderlich. CardoVerde kann nach gemeinsamer Analyse, welche Ressourcen bereits zur Verfügung stehen und wie sie effektiv genutzt werden, eine angemessene finanzielle Unterstützung leisten. Dabei fördern wir die Erprobung neuer Ansätze und deren Weiterentwicklung sowie den fachlichen Austausch untereinander. So entsteht ein Transfer von wertvollem Wissen und ein Impuls zur Entwicklung.
Erfahrungen erarbeiten und diese miteinander teilen, dabei gute Projekte konzipieren, die gelingen und von denen alle Beteiligten profitieren. Dieser Ansatz bündelt die einzelnen Handlungsstränge und stärkt gleichermaßen das Vertrauen in das eigene Können und die Zusammenarbeit.
Wie gestalten wir beispielsweise den Anbau, so dass aus den Ressourcen des Standortes effiziente und resiliente Anbauverfahren, gute Ernten sowie eine gestärkte Gemeinschaft resultieren?
Dabei sollen nicht nur im Laufe der Zeit gewonnene Erfahrungen und bewährte Technik weitergegeben und miteinander geteilt werden, sondern auch Saatgut vielversprechender Arten.
Werden die Samen solcher Arten ausgesät und die daraus entstehenden Pflanzen gepflegt, eröffnet deren Beobachtung einen Dialog mit der Natur. Dieser ist für den Landwirt vor Ort leichter zu verstehen als so manche Information auf dem Papier oder im Internet.
Sofern es in einer Region noch keine Erfahrungen mit Geräten für die Verarbeitung gibt, ist es oftmals nicht einfach, geeignete Maschinen zu finden und an den gewünschten Ort zu transportieren. Wir vermitteln und unterstützen den Austausch zu anderen Initiativen, die sich bereits für eine Maschine entschieden und damit Erfahrungen gemacht haben.
Die Maschinen sollen folgende Kriterien möglichst gut vereinen mit dem Ziel, die menschliche Arbeit zu erleichtern bzw. deren Effizienz zu steigern:
Die Nutzung von komplexerer Technik erfordert zudem eine bewusste Betrachtung der damit verbundenen Folgen: Wie steht die Nutzungsdauer bzw. Auslastung in Relation zu den Anschaffungskosten? Kann eine gute Pflege und Wartung gewährleistet werden? Wird für die ersparte eigene Arbeit ein Geldbetrag einbehalten, mit dem die Wartung und ggf. spätere Erneuerung der Maschine finanziert werden kann?
Neben dem Einsatz von technischen Geräten fördert CardoVerde allgemein den Austausch von Erfahrungen mit bestimmten Materialien oder Techniken, wie beispielsweise UV-toleranten Folien, Geomembranen zum Abdichten von Teichen sowie dem Bau von Ofeneinfassungen mit Lehm.
Informationen zu den ökologischen, wirtschaftlichen sowie sozialen Gegebenheiten helfen, den Rahmen einordnen und damit eine mögliche Zusammenarbeit effektiver ausrichten zu können. Hierfür ist unser Fragenkatalog entstanden.